Bewässerungssystem selber bauen

So kannst du dein Bewässerungssystem selber bauen!

Bewässerungssystem selber bauenJeder Pflanzenliebhaber weiß wie zeitintensiv das Bewässern der Balkonpflanzen sein kann. Vor allem wenn man so wie ich einen halben Urwald auf dem Balkon hält! Aber was machen ohne Wasseranschluss?

Ganz einfach: Bewässerungssystem selber bauen! Leichter gesagt als getan… Ich habe mein Bewässerungssystem selber gebaut und möchte dir hier beschreiben wie das funktioniert. Die Luxusvariante, das Solar Bewässerungssystem.

Was benötigst du um dein Bewässerungssystem zu bauen?

Streng genommen betreibe ich zwei Systeme. Das eine besteht aus einem Hochtank und dem Sytem Tropf-Blumat*. In dem Artikel “Automatisches Bewässerungssystem Balkon” habe ich beschrieben wie ein Hochtank in Verbindung mit Tropf-Blumat funktioniert.

Das Zweite Bewässerungssystem ist das Micro-Drip-System* von Gardena. Es wird mit einer Pumpe betrieben. Auf dieses selbstgebaute Bewässerungssystem beziehe ich mich in diesem Artikel. Für ein Bewässerungssystem benötigt man eine Wasserquelle.

Weil leider kein Wasseranschluss vorhanden ist, habe ich mich für ein 60 Liter Weithals-Fass* entschieden. Diese Fässer werden oft beim Fischfang eingesetzt, können aber auch als Wassertonnen verwendet werden. Zur Beförderung des Wassers kommt eine 12V Tauchpumpe zum Einsatz und die Bewässerung an den Pflanzen übernimmt das Micro-Drip-System von Gardena.

Warum ein 60 Liter Weithals-Fass?

Wenn ich mir die Mühe mache und das Bewässerungssystem selber baue, dann soll es auch ein Großteil der Arbeit übernehmen. Aus diesem Grund habe ich mich für einen großen Wasserbehälter entschieden. So muss der Behälter in warmen Perioden alle drei Tage nachgefüllten werden und es muss wenig begleitend gegossen werden. Vorsicht: Balkone sind nicht unbegrenzt belastbar! Behältnisse wie IBC Container scheiden grundsätzlich aus! Bedenke, dass ein 60 Liter Fass befüllt, auch 60 kg wiegt!

Warum habe ich eine 12V Tauchpumpe von Comet verwendet?

Eine entscheidende Rolle bei der Pflanzenbewässerung mit einer Pumpe spielt der Druck! Kann die Pumpe nicht genügend Druck aufbauen kommt kein Wasser bei den Pflanzen an. Die von mir verwendete 12V Tauchpumpe* erzeugt einen Druck von 1,1 Bar, was für die geringe Größe sehr beachtlich ist. Das Preis- Leistungsverhältnis stimmt und es können eine Menge an 2 Liter Tropfern in Betrieb genommen werden.

Warum Micro-Drip von Gardena?

Die Anforderungen waren klar. Ich brauchte zuverlässige Tropfer, die gleichmäßig das Wasser an die Balkonpflanzen abgeben. Außerdem war es mir wichtig, dass dies wurzelnah passiert und ich somit effizient bewässern kann.

Aufbau der automatischen Bewässerungsanlage

Der Tauchpumpe musste ein Transformator vorgeschaltet werden um überhaupt in Betrieb genommen werden zu können. Das hört sich schlimmer an als es ist. So einen Trafo benutzt du täglich um dein Smartphone aufzuladen und man bekommt sie in jedem Baumarkt.

Das Bewässerungssystem betreibe ich mit einer digitalen Zeitschaltuhr ohne Feuchtigkeitssensor. Der Nachteil dabei ist, dass ich nicht nur die Tonne nachfüllen, sondern auch die Bodenfeuchtigkeit hin und wieder überprüfen muss. Das ist aber nicht viel Aufwand und hier mit einem Sensor zu arbeiten erscheint mir zu kompliziert.

Durch das Leitungssystem gelangt das Wasser über die Tropfer direkt zu den Pflanzen. Pflanzen mit einem niedrigeren Verbrauch werden von 2 Liter Tropfern und Pflanzen mit höherem Verbrauch von 4 Liter Tropfern versorgt.

Düngen direkt über das Bewässerungssystem

Mit einem Flüssigdünger versorge ich die Balkonpflanzen direkt über das Bewässerungssystem. Da ich die Leitungen nach der Saison gründlich reinige kommt es zu keinen Verstopfungen im System.

Reinigung der Wassertonne

Einmal im Monat sollte die Wassertonne gereinigt werden. Obwohl sie abgedunkelt ist kommt es zu leichter Algenbildung.

Fazit – Bewässerungssystem selber bauen

Ich bin sehr zufrieden mit dem selbst gebauten Bewässerungssystem. Es erspart mir viel Zeit und Arbeit. Das begleitende Kontrollieren und Nachwässern hält sich in Grenzen und steht in keinem Vergleich zum eigenhändigen Bewässern.

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8 Kommentare

  1. Sally

    Hallo, toller Beitrag, das genau das was ich gesucht habe. Hast du für diese Konstruktion ein Basisgerät von Gardena verwendet? Und wenn ja, welches – das Basisgerät 1000 oder 2000?

    • Hallo Sally!

      Ich habe das Basisgerät 1000 benutzt. Es dient auch als Filter… Ich hoffe ich konnte dir helfen. Entschuldige die späte Antwort!

      Alex

  2. Rob

    Hallo, besten Dank für die hilfreichen Tips. Läßt sich in das hier beschriebene System aus Wasserreservoir, Pumpe und Gardena Micro Drip, auch um ein Feuchtigkeitssensor integrieren? Falls ja, wie läßt sich das am besten umsetzen?

    Rob

    • Hallo Rob,

      vielen Dank für deine Nachricht. Ich hätte so gerne selbst einen Sensor verbaut. Es gibt allerdings mehrere Probleme. Man benötigt relativ viel technisches Know How. Der Sensor liefert nur Daten für einen Standort. Liegt er Beispielsweise in der Sonne, benötigen die Pflanzen im Schatten ggf. noch kein Wasser. Die Idee ist super. Leider ist die Umsetzung schwierig…

      Beste Grüße
      Alex

  3. Gerhard Bauch

    Hallo und erst mal vielen Dank für diesen tollen Artikel! 🙂
    Ich habe mal eine Frage zu deinem Bewässerungssystem von Tropf-Blumat: ich habe die Funktionsweise noch nicht so 100%-ig verstanden, bzw. suche ich nach einem System, das unabhängig von einem Wasser- und Stromanschluss auch über einen längeren Zeitraum für ein kleines Gartenstück (ca. 10 qm) -das zu einem Ferienhäuschen gehört, welches wir nur ca. alle 2 Monate bewohnen- verwendet werden kann. Ich habe dort zwei große Regenfässer stehen, die sich auch als Hochtank dafür eignen würden (und die bei Bedarf auch mal von einer Nachbarin aufgefüllt werden können).
    Meine Frage ist nur: funktioniert dieses System mit den Tonkugel auch über einen längeren Zeitraum, oder nur für ein paar Tage?
    Würde mich sehr über eine Antwort freuen! 🙂
    Viele Grüße!
    Gerhard

    • Hallo Gerhard!

      Theoretisch ist Tropf-Blumat auch dafür geeignet. Trotzdem würde ich es dir nicht empfehlen, weil wenn der Tonzylinder den Bodenkontakt verliert öffnet sich das Ventil und er würde durchgehend bewässern. Für deinen Anwendungsfall ist es besser auf Micro-Drip zurückzugreifen und die Regenfässer als Hochtank zu verwenden. An die Hochtanks schließt du einen Bewässerungscomputer an. Damit kannst du automatisch mit Hilfe der Gravitation gießen. Der Bewässerungscomputer gibt das Ventil zu den eingestellten Zeiten frei. Von Gardena gibt es einen den du mit einem Feuchtigkeits und Regensensor koppeln kannst. Hier findest du ihn: https://amzn.to/2tzWcvc

      Tropf-Blumat ist zu anfällig bei längeren Zeiträumen ohne Kontrolle… Ich spreche aus Erfahrung. Ich hoffe ich konnte dir helfen.
      Alex

  4. Gerhard Bauch

    Hallo Alex,
    vielen Dank für deine schnelle Antwort! 🙂
    Das mit dem Gardena-System hört sich gut an.
    Weißt Du zufällig wie hoch da das Gefälle bzw. der Standort des Tanks sein muss, damit es auch funktioniert?
    Würde da die Anbringung des Bewässerungscomputers an der tiefsten Stelle des Fasses ausreichen?
    Viele Grüße,
    Gerhard

    • Hey Gerhard!

      Pauschal etwas über das Gefälle zu sagen ist schwierig. Je mehr Tropfer du benutzt desto mehr “Druck” brauchst du. Am Fass würde ich einen Hahn anbringen. Das erleichtert dir den Anschluss des Bewässerungscomputers… Ich hoffe ich konnte dir helfen und wünsche dir viel Erfolg 🙂

      Alex

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