So verhinderst du Staunässe

Blähton als Drainageschicht im Terrakotta Topf gegen Staunässe

Staunässe ist der ärgste Feind deiner Balkonbepflanzung. Es gibt nur sehr wenige Pflanzen, die dauerhaft im Wasser stehen können und diese wachsen mit Sicherheit nicht auf deinem Balkon :-). Ich möchte dir zeigen, wie du deine Pflanzen vor Staunässe schützen kannst. Die Tipps sind leicht umzusetzen und deine Pflanzen werden es dir danken.

Was passiert bei Staunässe?

Jedem ist Staunässe ein Begriff, nur was genau passiert dabei mit den Pflanzen? Unsere geliebten grünen Freunde benötigen Sauerstoff in der Erde. Die Wurzeln müssen zwingend mit Sauerstoff versorgt werden, damit sie „atmen“ können. Bei Staunässe werden die Poren in der Erde geflutet. In den Hohlräumen befindet sich normalerweise Sauerstoff und Wasser.

Wird zu viel gegossen oder regnet es stark, verdrängt das Wasser den Sauerstoff. Die Wurzeln fangen an abzusterben und können die Pflanze nicht mehr versorgen. Fatalerweise können die Symptome, die die Pflanze bei Staunässe zeigt falsch interpretiert werden. Sie lässt den Kopf hängen. So kann es schnell passieren, dass sie gegossen wird, obwohl das Substrat abtrocknen sollte.

Drainage gegen Staunässe

Blähton als Drainageschicht mit Vlies gegen StaunässeDamit es erst gar nicht zur Staunässe kommt, müssen wir für einen guten Wasserablauf im Topf oder Balkonkasten sorgen. Zuerst ist es notwendig, dass der Blumentopf oder Balkonkasten ein Loch im Boden hat.

Nur so kann das Wasser zuverlässig ablaufen. Die Drainageschicht sorgt dafür, dass dieses Loch nicht mit Erde verstopft wird. Eine einfache, aber meiner Meinung nach keine zuverlässige Methode ist es eine Tonscherbe über dem Loch zu platzieren.

Wahrscheinlich wird diese Methode anfangs funktionieren, aber ich möchte für meine Töpfe eine dauerhafte Lösung. Bei der Tonscherbe besteht die Gefahr, dass das Loch durch Einschlemmen der Erde verstopft.

Drainagesteine Kies, Blähton, Bims

Blähton für Drainageschicht

Normalerweise benutze ich für meine Drainageschicht Bimskies. Es ist schön leicht und es hat die richtige Körnung. Die Körnung ist bei dem Drainagematerial wichtig. Sand zum Beispiel ist ungeeignet, weil es nicht ausreichend große Hohlräume bildet durch die das Wasser gut ablaufen kann. In diesem Fall habe ich Blähton verwendet.

Blähton kommt überwiegend bei Hydrokulturen zum Einsatz. Es kann aber ohne Bedenken für eine Drainage verwendet werden. Kies kommt theoretisch auch in Frage. Hierbei ist das Gewicht zu beachten. Kies hat ein hohes Eigengewicht und die Töpfe werden dadurch ziemlich schwer. Die Drainageschicht sollte mindestens 2 cm dick sein.

Vlies schützt Drainageschicht

Blähton als Drainageschicht im Balkonkasten gegen Staunässe
Blähton als Drainageschicht im Balkonkasten mit Vlies gegen Staunässe

Über die Drainageschicht kommt ein Vlies. Es muss wasser- und luftdurchlässig sein. Das Vlies dient als Filter und schützt die Drainageschicht vor der Erde. So kann das Substrat die Hohlräume der Drainage nicht verstopfen. Ich lasse das „Filtervlies“ am Topfrand etwas nach oben überstehen. So wird gewährleistet, dass keine Erde seitlich am Vlies in die Drainageschicht gelangt.

Staunässe so gut wie unmöglich

Mit dieser Methode ist es fast unmöglich die Pflanzen zu „ertränken“. Durch die Drainage kann das überschüssige Wasser gut ablaufen. So haben selbst ungeübte Balkongärtner Freude an ihren Pflanzen. Besonders von Vorteil ist der Schutz vor Staunässe bei Regen. Bei nicht überdachten Balkonen, auf denen die Töpfe dem Regen schutzlos ausgeliefert sind, kann es jetzt nicht mehr zu Staunässe kommen. Bei meinen Pflanzgefäßen hat sich diese Methode bewährt.

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